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1936-1940

Hellmuth Lemm gründet am 24.März 1936 die Schuhfabrik ROMIKA GmbH in Gusterath-Tal bei Trier. Die Produktion robuster Gummistiefel, später auch von Heim- und Hausschuhen, ist die Grundlage für einen erfolgreichen Unternehmensstart: Bereits nach einem halben Jahr sind 545 Menschen beschäftigt.

 

1940-1950

Mittlerweile auf 1000 Beschäftigte gewachsen, zerstört 1945 ein Bombenangriff das Werk. Der Wiederaufbau nach Kriegsende beginnt nur mit 50 Mitarbeitern. Zunächst werden Schuhsohlen, aber auch Fahrradschläuche und Bettflaschen hergestellt. Gummistiefel folgen. Als erstes Unternehmen produziert ROMIKA mit heizbaren Einzelpressen.

 

1950-1960

Unternehmen wie ROMIKA machen möglich, was später als das deutsche Wirtschaftwunder bezeichnet werden wird. Immer mehr und bessere Produkte kommen auf den Markt. „Made in Germany“ wird zum Synonym für Qualität. Die Nachfrage nach modischen Schuhen wächst – und mit ihnen die ROMIKA - Werke, die Ende des Jahrzehnts 2.600 Menschen beschäftigten.

 

1960-1970

Die 60er Jahre – Expansion auf weiter Flur. ROMIKA entwickelt neue Sportschuhe für Tennis, Basketball, Fußball, Wandern und Klettern. Neue Werke entstehen in Reinsfeld, Bitburg, Augsburg und im spanischen Reus – geprägt von innovativen Produktionstechniken. Endfertigung, Verwaltung und Versand erfolgen in neuen Gebäuden in Trier.

 

1970-1980

Windsurfen, Jogging – neue Sportarten und mehr Freizeit verlangen nach neuen Produkten. ROMIKA Surf-, Lauf- und Tennisschuhe werden zum sportlichen Begleiter der neuen Freizeitbewegung. Dass das Unternehmen dabei in europäischen Dimensionen denkt, belegen ROMIKA Werke Iberica in Spanien und im französischen Barr.

 

1980-1990

Fitness, Freizeit, Fashion – drei zentrale Größen im Schuhmarkt der 80-er Jahre. Sportlich-lässige Schuhe sind die Antwort von ROMIKA. Die Weltneuheit, Membrantechnik bei Schuhen anzuwenden, kommt von ROMIAK. Mehr als 35.000 Paar Schuhe werden täglich in hochwertiger Qualität auf modernsten Produktionsanlagen gefertigt.

 

1990-1996

Die 90-er Jahre: eine Zeit des Umbruchs. Nach dem Tod des Firmengründers Hellmuth Lemm im Jahre 1988 und dem Rückzug der Familie Lemm aus dem Unternehmen übernimmt der neue Firmeninhaber René C. Jäggi das Steuer bei ROMIKA.

2005


Im Februar 2005 fällt die Romika in die Insolvenz. Nach schwierigen Verhandlungen gelingt es der Josef Seibel Gruppe, die Marke Romika zu erwerben und durch die Neugründung der Romika Shoes GmbH auch den Standort Trier zu erhalten. Für 80 qualifizierte Angestellte vor Ort sowie über 300 Mitarbeiter in der Produktionsstätte in Tschechien gibt es dadurch endlich sichere Arbeitsplätze

Die Geschäftsleitung der Josef- Seibel - Gruppe steht unter der Führung von Carl-August-Seibel und Andreas Garnier, der die Geschäftsleitung in Trier vertritt.
Aufgrund der soliden Kapitaldecke der Josef-Seibel GmbH werden neue Vertriebswege und Produktionsmöglichkeiten für die Romika Shoes GmbH eröffnet.

Entgegengesetzt dem Trend, die Produktion nach Fernost auszugliedern, hat die Josef-Seibel-Gruppe die Auffassung, die Produktion nahe der Heimat zu erhalten.
Als Resultat entstand der Slogan: „The european comfort shoe“ 70% der Produktion werden in Osteuropa, 5% in Westeuropa (incl.Deutschland) und 25% in Asien gefertigt.

Fakten:
Marken: Josef-Seibel, Westland, DKM, Romika
Produktion: 5.000.000 Paar, d.h. 23.500 Paar tägl.
Angestellte: 2500 weltweit (davon: 320 in Deutschland)
Eigene Produktionsstätten: Hauenstein, Trier(Muster), Ungarn, Rumänien und die Tschechische Republik
Vertrieb: Weltweit in über 40 Länder